Über die Künstlerin

Illa Hammerbacher-Klaukien (1938 geboren in Königsberg/Ostpreußen, lebt in Stuttgart) wurde religiös erzogen. Ihre lyrischen, dynamischen, dramatischen, irgendwo zwischen Marc Chagall und Elvira Bach angesiedelten Gemälde scheinen allesamt eine, wenn nicht gar die „frohe Botschaft“ zu verkünden. Überwiegend weibliche Figuren entführen uns als geistige Wesen in sinnliche Gefilde.

Illa Hammerbacher-Klaukien

Die expressiven Gemälde bewegen sich zwischen dichter, dunkler, schwermütiger Farbigkeit und einer schwebenden Transparenz zarter Farbtöne. Obwohl das Bild-Geschehen (Verkündigungen, Pietà-Darstellungen) oft konkrete Referenzen auf die Bibel hat oder auf die Mystikerin, Dichterin und Predigerin Hildegard von Bingen verweist, behalten die Darstellungen immer etwas Geheimnisvolles, eine Poesie, einen zusätzlichen Zauber.

Die Künstlerin selbst bezeichnete ihre Bilder einmal als „gemalte Wünsche, Träume, Zuflucht“ und gab zu Protokoll, dass sie „das Magische, das Unerklärbare, das Wundersame, auch mit seinen Schrecken, Kümmernissen und der unauflösbaren Tragik des Lebens“ regelrecht zur Gestaltung zwinge. Dass sie nicht nur malt, sondern auch Gedichte schreibt, verwundert kaum.

Biografie  

Illa Hammerbacher-Klaukien 

1938 geboren in Königsberg, Ostpreußen 

1954 Ausbildung zur Kontoristin, (staatliche Handels- und Sprachenschule, Nürnberg) 

seit 1965 als freischaffende Malerin tätig 

seit 1966 geprüfte Raumgestalterin, (Hamburger Fern-Lehrinstitut), Schwerpunkte Baukonstruktion,         

Innenarchitektur, Gestaltungslehre; seitdem Bau-Projekte in Stuttgart 

Einzelausstellungen (Auswahl) 

1983 Ölbilder, Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart 

           Gemälde, Kleines Kunst Kabinett, Bernhausen  

1984 Ölbilder, Galerie im Höfle, Böblingen (Eröffnung: Dr. Ernst Schremmer) 

1985 Ölbilder, Hans-Rehn-Stiftung, Stuttgart (Eröffnung: Ulrich Bernhardt) 

1997 Europäisches Parlament, Straßburg (Katalog in deutsch, englisch, französisch) 

2000 Haus der Abgeordneten, Stuttgart (Eröffnung: Günther H. Oettinger; Katalog) 

2002 Galerie Treffpunkt Senior, Treffpunkt am Rotebühlplatz, Stuttgart (Eröffnung: M.Schacher) 

2016 Auf Augenhöhe, Schacher – Raum für Kunst, Stuttgart (Eröffnung: Marko Schacher) 

Gruppenausstellungen (Auswahl) 

1982 Gruppe Domino – Malerei, Skulptur, Grafik, Wilhelmspalais, Stuttgart 

1983 Kooperation mit KünstlerInnen der Partnerstadt Melun, Stadtbibliothek Stuttgart-Vaihingen 

1994 Kant gewidmet, Kaliningrader und Königsberger Künstler, Gemäldegalerie Kaliningrad 

Kant gewidmet, Kaliningrader und Königsberger Künstler, Ostpreußische Kulturstiftung, Elligen 

2010 Die Frage nach der Zukunft der Kunst in unserer Gesellschaft, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 

2011 Urbanes Leben / Vervielfältigung, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 

2014 Endlosschleife, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 

2017 Präsenz, Utopie, Kritik, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 

2025 Messe-Koje „Schacher – Raum für Kunst“, Art Karlsruhe

Sonstiges  

1982 Gründung der KünstlerInnen-Gruppe „Domino e.V,“ mit Lutz Ackermann, Hans Bäurle,  

Günter Jacki, Thomas Fricke, Ruth Martin, Erich Sauer, Gudrun Sigg-Köhler und Helmut Sigg 

zsm. Ausstellungen in Baden-Baden, Vaihingen, Konstanz, Bad Dürrheim, Esslingen, Melun 

 
2020 Veröffentlichung des Lyrikbands „Gedanken und Gedichte – fliegen ohne Flügel“, Norderstedt 

Mitgliedschaften  

Gründungsmitglied der Künstler- und Künstlerinnengruppe Domino e.V. 

Künstlergilde Esslingen e.V 

Mitglied des Württembergischen Kunstvereins 

Stuttgarter Galerieverein e.V. 

Ankäufe/Sammlungen 

Privatsammlung Haug, Stuttgart 

Privatsammlung Lubinitzki, Stuttgart 

Privatsammlung Prof. Dehringer, Stuttgart 

Privatsammlung Enarplan, Stuttgart 

Sammlung der Stadt Böblingen 

Sammlung der Stadtbibliothek Stuttgart 

Sammlung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg 

Regierungspräsidium Stuttgart